10 Jahre Sportwandern in Hamburg

10 Jahre ist es her, das sich eine kleine Gruppe traf um nach Feierabend wandern zu gehen. Wandern – das sollte ein Sport werden, wie jeder andere auch. Statt abends zu joggen oder Schwimmen zu gehen wollte ich wandern. 20 Kilometer sollten es sein und die Tour sollte nicht länger als 3,5 Stunden dauern. Keine Pause, keine Einkehr. Wie´s beim Sport eben so ist. Aber weder Wander- noch Sportvereine boten soetwas an. Also versuchte ich selbst Leute zu finden die auf “Sportwandern” Lust haben.
Eine von ihnen war Elisabeth.

Sie war so lieb und von ihrer/unsrer aller ersten Tour zu berichten:

Was lese ich da? Es werden Wanderungen angeboten quer durch Hamburg – 3,5 Std., das geht ja so als Zeitaufwand und 20 km. Naja, 20 km schaffe ich schon. Da gibt es noch eine Kollegin,Vera, die eine Wanderreise plant, die frage ich mal, ob sie auch Lust hat und sie hat Lust. Schnell angemeldet und mit Spannung auf die erste Wanderung gewartet – von Klein Flottbek bis nach Ohlsdorf.
Schnell haben wir die kleine Wandergruppe an den Rucksäcken und der sportlichen Kleidung erkannt. Ein kurzes Vorstellen und schon ging es los. Nach wenigen Metern sahen wir nur noch Staubwolken, so ein Tempo wurde vorgelegt. Wir hechelten hinterher. „Die werden bald langsamer“, war meine Prognose. 20 km schaffen die in dem Tempo nicht. Natürlich hatten wir uns keine Gedanken darüber gemacht, wie schnell gelaufen werden muss, wenn 20 km in 3,5 Std zurückgelegt werden sollen. Es wurde von uns jeder dieser Werte einzeln betrachtet, aber nicht in den Zusammenhang gebracht: 3,5 Std – okay, 20 km – vermutlich auch okay.
Von Anfang an waren wir die Schlusslichter – der Abstand war mal größer aber nie gering. Jede rote Ampel war ein Geschenk zum Anschluss finden. Gelegentlich blieben Jürgen und Martin mal stehen, um auf uns zu warten, damit wir bei einbrechender Dunkelheit nicht komplett verloren wurden.
Es hätte auf dieser Strecke quer durch die Stadt viele Möglichkeiten gegeben, um auszusteigen, aber das kam für uns nicht in Frage. Durchhalten war Ehrensache. Schon auf dieser ersten Wanderung waren wir von der schönen Strecke ganz angetan. Das es mitten in der Stadt so viele Grünzüge gibt, die sich anschließen, so dass man kaum an der Straße gehen muss, ist wirklich großartig und unerwartet. Die Hauptverkehrsstraßen wurden an den ersehnten Ampeln nur gequert, um gleich wieder ins Grüne einzutauchen. Es ging entlang von Kanälen, Kleingärten, durch Parks, Grünanlagen und Grünzügen. Zum Schluss waren wir am Alsterwanderweg und dann – schon – am Ziel. Auf den letzten 2 Kilometern hatte der Muskelkater eingesetzt und das Ziel wurde sehnsüchtig erwartet – jedenfalls von uns. Noch ein Gruppenfoto und ab nach Hause.
Vera und ich sind noch etwas Essen gegangen und zum Abschied kaum vom Stuhl hochgekommen. Ein Wochenende mit Muskelkater und mit Blasen an den Füßen war die Folge. Alle Zeichen standen auf „Einmal und nicht wieder“, doch trotz der „Schmerzen“ machte das Erlebte – zügiges Wandern als Herausforderung, eine unerwartet schöne Strecke mit netten Wanderern – süchtig. Die Blasen waren noch nicht verheilt und wir schon wieder angemeldet. Jürgen beichtete später, dass er nicht geglaubt hätte uns noch mal wieder zu sehen.
Jetzt bin ich 10 Jahre und unzählige schöne Touren dabei! 10 km, 20 km, noch mehr Kilometer, Marathonwanderungen, Nachtwanderungen in Hamburg und auf Sylt, mehrtägige Ausflüge: Jürgens Fantasie kennt keine Grenzen und manchmal führt er uns an unsere Grenzen.
Fazit nach 10 Jahren: Jürgen plant die schönsten Strecken in und um Hamburg und vieles hätte ich ohne ihn nie entdeckt. Sportwanderungen mit Jürgen sind immer ein Erlebnis!

24.8.2013 - Elisabeths erste Ultrawanderumg - 50 km in Lütjensee
24.8.2013 – Elisabeths erste Ultrawanderung – 50 km in Lütjensee

2 Kommentare zu „10 Jahre Sportwandern in Hamburg

  1. Ich kann mich Elisabeth nur anschließen. Mit Jürgen kommt man in Ecken, da käme man allein nie drauf, und man lernt seine Heimatstadt von ganz anderer Seite kennen.
    Danke lieber Jürgen und ich hoffe erstens, dass du nie die Lust verlierst und zweitens, dass sich bald wieder alles einigermaßen entspannt, so dass es mit dem “Entdecken im Schweinsgalopp” weiter gehen kann.

  2. Ich kann mich Elisabeth nur anschließen es macht so viel spass mann ist in Bewegung und mann lernt hamburg von anderen Seiten kennen und das zusammen mit einer tollen Gruppe auf weitere tolle Wanderung 👍👍👍🥰🥰🥰

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